Projektnachrichten

Im September 2016 fand in Reutlingen das Dialogforum "Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungs-industrie" statt. Dabei standen Innovationspotentiale für eine nachhaltigere Bekleidungsproduktion sowie mögliche Hemmnisse im Mittelpunkt.

Ein Bericht und Dokumente finden sich unter "Nachrichten".

Slow Fashion

Gestalterische, technische und ökonomische Innovationen für massenmarkttaugliche nachhaltige Angebote im Bedarfsfeld 'Bekleidung'

Mehr Nachhaltigkeit im Handlungsfeld 'Bekleidung' ist nicht allein durch eine umwelt- und sozialverträglichere Produktion sowie höhere Ressourceneffizienz zu erreichen, notwendig ist auch eine Verringerung des Massendurchsatzes von Kleidung und damit verbunden eine Verlängerung der Nutzungsphase ('Slow Fashion'). Das bedeutet, dass der gesamte Herstellungsprozess vom Modedesign bis zum fertigen Produkt auf eine hohe Wertschätzung der Kleidungsstücke, eine lang anhaltende Attraktivität und materielle Nutzbarkeit sowie eine gute Wiederverwertbarkeit auszurichten ist.

 

Durch angewandte Forschung und einen engen Praxisbezug soll im Rahmen des Vorhabens die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen, die zu mehr Nachhaltigkeit im Handlungsfeld Bekleidung beitragen (mit Schwerpunkt 'Slow Fashion'), unterstützt werden. Es wird untersucht, ob und wie Innovationen in den Bereichen Modedesign und -entwurf, Textiltechnik, Kleidungsproduktion und Dienstleistungsangebote dazu beitragen können, die Nutzungsphase von Kleidung zu verlängern. Aufbauend darauf werden Innovationspotenziale und mögliche Hemmnisse für ihre Realisierung entlang der gesamten textilen Kette, unter Einschluss neuer Geschäftsmodelle, vom Design über Textil- und Kleidungsproduktion bis zum Handel, identifiziert und gemeinsam mit Praxisakteuren Ansätze für die Verbreitung dieser Innovationen erarbeitet werden. Parallel dazu sollen die soziale Anschlussfähigkeit und das Marktpotenzial nachhaltigerer Kleidungsalternativen untersucht werden, um auf dieser Basis Strategien für eine Diffusion nachhaltigerer Produkte und Dienstleistungen über die avantgardistischen und ökologisch orientierten Milieus hinaus in die (bürgerlichen) Mainstream-Milieus zu erarbeiten. Grundlage dafür ist die Untersuchung fördernder und hemmender Faktoren für einen nachhaltigeren Kleidungskonsum. Von zentraler Bedeutung für das Projekt ist die Zusammenarbeit mit Praxisakteuren aus den Bereichen Herstellung, Handel und Verwertung von Bekleidung.